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Thema: Zelltypen und Gewebearten

Letzte Woche hatten wir das Thema die Zellen des Körpers - hier klicken. Diese Woche geht es weiter mit den Zelltypen und den Gewebearten. Ein relativ kleiner Beitrag, aber auch eine Grundlage, von denen man schon mal  gehört haben sollte. Das wird vor allem dann wichtig, wenn ich auf gewisse Erkrankungen eingehe.

Wie letzte Woche bereits schon erwähnt, gibt es in unserem Körper ca. 200 spezialisierte Zelltypen. Eng aneinander bilden sie spezifische Gewebearten. Das heißt also, dass ein Gewebe Verbände von gleichen oder ähnlichen Zellen sind, die sich spezialisiert haben. Es gibt auch in manchen Fällen Gewebe, die aus verschiedenen Zelltypen bestehen.

Die verschiedenen Gewebezellen haben ähnliche Strukturen und Funktionen und lassen sich in vier Hauptgewebearten einteilen. Alle entwickelten sich mal aus den embryonalen Stammzellen. Zu den vier Hauptgewebearten gehören…

• das Epithelgewebe

(Deckgewebe, das sich an der Hautoberfläche oder in der Innenseite von Hohlorganen befindet),

• das Bindegewebe

(Fasern, die Organe und verschiedene Körperstrukturen zusammenhalten),

• das Muskelgewebe

(bewirkt Bewegung durch Kontraktion/Anspannung) und

• das Nervengewebe

(ein Netz, das viele Signale in die verschiedenen Bereiche des Körpers weiterleitet).

Das Epithelgewebe, bedeckt die Flächen innen und außen im Körper. Unsere Haut wird daraus gebildet und umhüllt das Innere der Lunge und des Darms aus. Das Bindegewebe ist sehr dicht und füllt „die Lücken“ zwischen anderen Gewebearten sowie Organen aus und verbindet sie aneinander. Das Muskelgewebe kann durch die langen und dünnen Muskelzellen nicht nur, durch Kontraktion Bewegungen unsere Gliedmaßen erzeugen, sondern auch den Blutdruck erhalten und die Nahrung durch unser Verdauungssystem transportieren. Aus den Nervenzellen die das Nervengewebe bilden, besteht z.B. das Gehirn sowie das Rückenmark und viele weitere Teile unseres Körpers.

 

Das Blut sowie Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder gehören zu der Hauptgruppe des Bindegewebes. Unsere Haut und die Schicht, die all unsere Organe umgibt und auskleidet gehören zu dem Epithelgewebe.

Im Folgenden mal ein paar Gewebearten:

• glattes Muskelgewebe

• lockeres Bindegewebe

• spongiöses Knochengewebe

• Blut

• Nervengewebe

• Elastischer Knorpel

• Skelettmuskulatur

• Straffes Bindegewebe

• Fettgewebe

Nun möchte ich, kurz und knapp, ein paar vereinfachte Beispiele von den Einsatzbereichen und Aufgaben der Gewebearten aufzeigen. Die Muskelzellen des Muskelgewebes der Skelettmuskulatur, ziehen an verschiedenen Knochen und erzeugen dadurch Bewegung. Die Knochen bestehen aus hartem Bindegewebe und bilden ein Organ. Unsere Knorpel sind auch ein festes aber biegsames Bindegewebe und schützen unsere Knochen vor Stoßbelastungen, Abrieb etc. Die Neuronen (Nervenzellen) bilden das Nervensystem, sie leiten Informationen bzw. Signale zwischen Gehirn und dem ganzen Körper weiter. Blutgefäße sind z.B. eine Mischung aus Binde-, Muskel- und Epithelgewebe. Das Herz besteht auch nicht nur aus Muskelgewebe sondern auch noch Epithel-, Binde- und Nervengewebe.

Quelle

©Kenhub (www.kenhub.com);Illustrator: Paul Kim; https://www.kenhub.com/de/library/anatomie/muskuloskelettales-system

©Kenhub (www.kenhub.com);Illustrator: Paul Kim; https://www.kenhub.com/de/library/anatomie/das-kniegelenk

©Kenhub (www.kenhub.com);Illustrator: Irina Münstermann; https://www.kenhub.com/de/start/body-surface-anatomy-of-female/atlas