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Thema: Reizleitungssystem des Herzens

Aufbauend auf den Blog-Beitrag von letzter Woche, möchte ich die Art und Weiße erklären, wie das Herz überhaupt schlägt, wie oder wovon wird es gesteuert etc. Das Reizleitungssystem des Herzens ist nicht ganz so einfach, weshalb ich wieder versuche alles auf ein Kleines runter zu brechen.

Das Reizleitungssystem ermöglicht es, dass unser Herz zuverlässig und gleichmäßig kontrahiert und wieder entspannt (Systole / Diastole).

Unser Herz ist ein Muskel, dieser Muskel besteht aus vielen Zellen, die sich elektrisch auf- & entladen können. Einige von diesen Zellen werden auch Schrittmacherzellen genannt, durch Ihre elektrische Entladung geben sie letztendlich den Herzrhythmus vor. Diese Entladung der Schrittmacherzellen überträgt sich auf die normalen Herzzellen, welche sich dann auch entladen und sich wellenartig über das ganze Herz verteilt, somit kommt es dann zur Kontraktion des Herzens.

Die Entladung startet allerdings nicht an den Herzmuskel- oder Schrittmacherzellen, sie startet am Sinusknoten. Der Sinusknoten ist der Schrittmacher des Herzens und löst selbst die Impulse aus und leitet diese dann auch weiter. Er liegt am oberen rechten Vorhof , die Erregung geht dann vom Sinusknoten zum AV-Knoten und von dort aus über das His-Bündel zu den Tawaraschenkeln. Als letzte Station gelangt dann die Erregung zu den Purkinje-Fasern, welche die Erregung nun auf das Herzmuskelgewebe übertragen. Letztendlich kommt es dann zur Kontraktion des Herzens.

Also man kann sich die diese Schrittmacherzellen auch als Stationen vorstellen, die die Erregung weiterleiten. Die erste Station, der Sinusknoten, löst die Erregung (die bevorstehende Kontraktion) aus, von den zwei Vorhöfen aus, gelangt die Erregung zur zweiten Station, dem AV-Knoten. Der AV-Knoten liegt ungefähr zwischen den Vorhöfen und hemmt bzw. verzögert die Erregung etwas, somit kann das Blut aus den Vorhöfen, die sich zusammenziehen, in die Kammern geleitet werden. Als weitere Stationen wird die Erregung dann an das HIS-Bündel, den Tawara-Schenkel und den Purkinje-Fasern weitergeleitet und ein Herzschlag wird ausgelöst.

Nun kommen wir noch dazu wodurch das Reizleitungssystem gesteuert bzw. beeinflusst wird. Hier kommt unser Nervensystem wieder ins Spiel, denn das Reizleitungssystem wird von unserem autonomen Nervensystem beeinflusst. Das heißt also, dass wir selbst gar keinen Einfluss darauf haben.

Das Reizleitungssystem wird durch das autonome Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) beeinflusst. Durch Stimulation des Sympathikus werden die Herzfrequenz und die Herzkraft gesteigert, durch Stimulation des Parasympathikus sinkt die Herzfrequenz über eine Abnahme der Schrittmacherfrequenz im Sinusknoten. Das autonome Nervensystem teilt man in verschiedene Komponenten ein, die einen gewissen Einfluss auf gewisse Organe und Systeme haben können. Eine Komponente kann durch Stimulation die z.B. die Herzfrequenz steigern und die andere Komponente kann die Herzfrequenz hemmen. Die beiden Komponenten haben somit eine gegenteilige Wechselwirkung aufeinander. Mehr zum Thema Nervensystem erfahrt ihr bald von mir 🙂