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Thema: Harntrakt des Mannes

Nach einer längeren und unerwarteten Sommerpause geht es nun endlich wieder weiter, natürlich mit Bezug auf das letzte Thema.

Heute geht es um den Harntrakt des Mannes, den Urinaltrakt und die Blase hatten wir ja bereits schon allgemein Thematisiert und heute schauen wir uns nun den Harntrakt des Mannes einmal genauer an.

Über die Nieren gelangt der Urin, durch die beiden Harnleiter, in die Blase. In der Blase wird der Urin kurzzeitig gespeichert, bis zur Blasenentleerung. Bei der Blasenentleerung gelangt der Urin über die Harnröhre, die durch dir Prostata hindurch verläuft, aus der Blase.

Die männliche Harnröhre ist abhängig von länger des Penis 15-25 cm lang. Die Harnröhre des Mannes sitzt am Blasenhals und wird in drei Teile unterteilt.

  1. Prostatische Harnröhre / Harn-Samen-Röhre: Der erste Teil wird von der Prostata umhüllt, in der Prostata sind bereits bestimmte Leiter (welche ich in dem nächsten Beitrag „männliches Fortpflanzungssystem“ thematisiere) und die Prostatadrüsen selbst die in die Harnröhre münden. Somit ist dieser Teil ein Transportweg für den Harn und die Samen.
  2. Der zweite Teil ist sehr kurz, ca. 1 cm, hier geht die Harnröhre durch den Beckenboden durch. In diesem Teil ist auch der äußere Harnröhrenschließmuskel (den wir aktiv ansteuern können).
  3. Der letzte Teil ist der längste Teil der Harnröhre. Am Anfang ist die Harnröhre fast in einem rechtwinkligem Bogen nach vorne gerichtet. Sie verläuft mit dem Penisschwellkörper (auf dem ich nächste Woche genauer eingehe) zur Eichel.

Die Harnröhre wird von zwei Schließmuskeln „dicht“ gehalten. Diese beiden Muskeln, innerer und äußerer Harnröhrenschließmuskel, schnüren die Harnröhre zu. Der innere Harnröhrenschließmuskel verschließt die Blase, er umfasst den Blasenhals und den oberen Teil der Harnröhre. Wie die Blase selbst, kann man ihn nicht willentlich ansteuern, also wir können ihn nicht eigenwillig und selbstbestimmt verschließen oder öffnen, er arbeitet ganz automatisch. Der innere Harnröhrenschließmuskel verschließt den Blasenausgang und unterbindet beim Samenerguss, dass die Samen in die Blase geraten. Im Gegensatz dazu sitz der äußere Harnröhrenschließmuskel an dem Punkt, an dem die Harnröhre den Beckenboden durchdringt. Unter der Prostata verschließt er die Harnröhre. Ein Teil der Muskeln des äußeren Harnröhrenschließmuskels, kann willentlich angesteuert werden, der andere Teil kann nicht bewusst angesteuert werden und arbeitet somit automatisch, er muss eine gewisse Grundspannung halten.

Nächste Woche werdet ihr dann genaueres zu dem männlichen Fortpflanzungssystem erfahren.