ANMELDUNG ZUM NEWSLETTER

Thema: Das richtige Tragen

Diese Woche gibt es einen 2. Teil zum Thema Tragen. Heute werde ich ein paar Grundsätze und Bedingungen nennen, auf die du achten solltest. Es geht einmal um dein Baby / Kleinkind, wie es in einer Tragehilfe sitzen sollte, aber auch wie die Tragehilfe an der Mama oder am Papa sitzen sollte. Es ist wichtig, dass eurer Liebstes gut und gesund sitzt und das die Tragehilfe gut an dem Träger sitzt, damit es für keinem ungesund wird. Eine schlechte Tragehilfe oder eine falsche Nutzung der Tragehilfe kann schnell ungesund werden und Risiken mit sich bringen und das sollte verhindert werden, deshalb sollte die Tragehilfe ergonomisch sein.

Also was genau gibt es bei deinem Baby / Kleinkind in der Tragehilfe zu beachten?

Das Baby sollte einen gerundeten Rücken in der Tragehilfe einnehmen können

Babys haben eine natürliche, C-förmige Wirbelsäule, sie verläuft nicht so wie bei einem Erwachsenen. Wir Erwachsenen haben, in der Regel, eine doppelt S-förmig verlaufende Wirbelsäule, die Kleinen sollten keinen geraden Rücken in der Tragehilfe haben.

• Die Anhock-Spreiz-Haltung der Beine sollte gefördert werden

In einer Tragehilfe sollten das Baby eine Art „M-Form“ mit dem Becken und dein beiden Beinen bilden. In diesem Fall sind die beiden Kniegelenke ein Stück über den Hüftgelenken. Hängen die Beine einfach nach unten, kann die Entwicklung der Hüfte nicht unterstützt werden und könnte für dein Baby sehr unbequem werden.

• Der Kopf sollte gestützt werden können

Die Tragehilfe sollte eine Möglichkeit bieten, womit der Kopf von deinem Baby gehalten wird. Das ist sehr wichtig bei kleinen Babys, die eben noch nicht ihren Kopf halten können.

Ihr solltest aber trotzdem immer auf das Köpfchen acht, wenn ihr euch bewegt und es gegebenenfalls mit der Hand unterstützen.

• Luftzufuhr

Es ist wichtig, dass euer Baby genügend Luft in der Tragehilfe bekommt und nicht völlig darin versinkt oder ihr es durch einen evtl. Sonnenschutz abschottet.

• Straffer Sitz

Babys sollten richtig und mit einem guten Halt in der Tragehilfe sitzen. Ein Baby das an eurem Bauchnabel hängt, kann keinen guten Halt in der Tragehilfe haben und „baumelt“ rum. Das ist weder für die das Baby gut noch für die Mama.

Da der Träger auch gesund und ohne Schmerzen aus der ganzen „Sache“ rauskommen sollte, gibt es für ihn auch gewisse Dinge zu beachten.

• Straffer Sitz der Trage

der letzte Punkt worauf man beim Baby achten sollte, ist der erste, worauf man beim Träger achten sollte, nämlich der straffe Sitz der Tragehilfe. Leitlinie hierbei gilt, wenn der Oberkörper nach vorne gebeugt wird, sollte sich das Baby nicht wirklich vom Oberkörper lösen. Definitiv sollte man darauf achten, dass das Baby nicht erdrückt wird, aber das kommt in den Tragehilfen kaum vor, wenn man sie richtig anlegt. Die Trage sollte beim Träger recht eng sitzen, da sie den Träger beim Tragen unterstützen soll und ihn an den richten Stellen, wie die Lendenwirbelsäule und im Schulterbereich, stützen bzw. unterstützen soll. Ist die Tragehilfe zu locker gebunden, baumelt dein Baby hin und her und deine Körpermitte, muss über den gesamten Zeitraum des Tragens, diese „Erschütterungen“ ausgleichen und dagegenhalten. Auf kurz oder lang kann das zu Schmerzen und körperlichen Einschränkungen führen und die Tragehilfe wird nicht mehr benutzt.

• Dauer des Tragens

Auch das Tragen den Babys benötigt Übung, dein Körper bzw. vor allem dein Rücken muss sich auch erstmal daran gewöhnen. Deshalb solltest du nicht von heute auf morgen über mehrere Stunden am Stück dein Baby tragen. Damit will ich sagen, man sollte die Dauer des Tragens schrittweise erhöhen, damit sich der Körper an die Last und die Verteilung gewöhnen kann. Der Körper braucht seine Zeit sich daran zu gewöhnen, dass ist genauso wie beim Trainieren in einem Fitnessstudio. Vor allem Mamas die ihre Rückbildung noch nicht abgeschlossen haben, sollten es daher langsam angehen lassen und nicht über mehrere Stunden am Stück die Kleinen in der Tragehilfe tragen.

• Körperhaltung

Körperhaltung ist alles, es fällt uns bereits im Alltag beim Einkaufen gehen oder wenn wir sitzen schwer, dauerhaft eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen…unsere Muskulatur ist es nicht mehr gewöhnt, weshalb es uns schwer fällt aufrecht zu bleiben. Eine gute ergonomische Tragehilfe unterstützt uns bzw. gleicht die Defizite aus und hilft uns dabei die Kleinen richtig zu Tragen. Dennoch sollten wir vor allem beim Tragen darauf achten, dass unsere Rücken nicht rund wird, die Schultern nicht nach vorne und oben rutschen oder wir plötzlich zu sehr in einem Hohlkreuz stehen mit einem Oberkörper, der zu stark nach hinten oder nach vorne gelehnt ist. Dein Körper sollte mit der Tragehilfe stabil stehen können, sind wir in unserer Bewegung oder Körperhaltung eingeschränkt, ist die Tragehilfe nicht richtig eingestellt oder einfach nicht die richtige für dich.

• Training

Grundsätzlich sollte jeder Mensch sportlich aktiv sein, aber gerade Mamas nach einer Schwangerschaft und Entbindung, benötigen ein angepasstes Training für den Beckenboden-, den Bauchmuskeln und der Rückenmuskulatur. Hier gilt es nicht viel bringt viel, sondern den Körper von innen nach außen richtig, mit angepassten Übungen zu trainieren. Wer Tragen möchte, sollte darauf achten, dass seine Körpermitte einigermaßen stabil und fit ist, falls dies noch nicht der Fall sein sollte, ist es besser wenn du dich Schritt für Schritt an das Tragen gewöhnst und zusätzlich weiterhin deine Körpermitte stärkst.

Generell gilt es für jede Mama die trägt oder andere Träger, weiterhin und dauerhaft seinen Körper zu stärken und zu trainieren. Das normale Tragen deines Babys ersetzt leider kein Gesundheitstraining.

Nun habe ich euch einige Tipps gegeben, worauf man beim Baby und beim Träger achten sollte, damit auch beide ihren Spaß dabei haben.

Wichtig ist, dieser Blog-Beitrag ersetzt keinen Trageberater, es sind lediglich ein paar Hinweise, auf die du bei dem Tragen achten solltest.Wenn dich dieser Beitrag verunsichert hat, tut mir das natürlich leid, um Sicherheit zu bekommen, kannst du mir gerne schreiben oder dich an eine Trageberaterin in deiner Nähe wenden.

Da auch dieses Thema sehr umfangreich und individuell ist, werde ich in der nächsten Woche vielleicht noch einen 3. Teil schreiben.

Viel Spaß beim Lesen und habt einen wunderschönen Sonntag 😉

 

weitere Informationen zum richtigen Tragen findest du unter Trageberatung. Hier klicken.