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Thema: Blase

Aufbauend auf das Thema von letzte Woche „der Urinaltrakt“ möchte ich diese Woche die Blase etwas genauer behandeln.

Unsere Blase oder auch Harnblase genannt, ist ein Muskel und ein Hohlorgan. Je nach Füllzustand ist die Größe der Blase sehr variabel. Die Blase sitzt im kleinen Becken hinter dem Schambein. Der Blasenhals schließt an die Harnröhre an, der Weg den unser Urin nimmt, um dann ausgeschieden zu werden.

Die Blasenwand besteht aus drei Schichten (Bindegewebe, Blasenmuskel & Schleimhaut). Der Blasenkörper ist der eigentliche Harnbehälter in dem der Urin gespeichert wird. Über die Harnleiter, die in die Blase einmünden (Trigonum) gelangt der Urin von den Nieren in die Blase. Die sogenannten „Reflux-Klappen“, verhindern einen Rückfluss des Urins in die Nieren. Der Blasenhals liegt am unteren Teil der Blase und stellt den Übergang zwischen Harnröhre und der Blase da. Über den inneren und den äußeren Harnröhrenschließmuskel wird die Harnröhre verschlossen. Bei den Frauen hat dir Harnröhre eine Länge von ca. 2-4 cm und bei den Männern kann diese sehr unterschiedlich lang sein, abhängig von der Länge des Penis. Die Blase hat eine Kapazität von ungefähr 300 – 500 ml. Ab ca. 200 ml Urin in der Blase verspüren wir einen Harndrang.

Unsere Blase hat zwei wesentliche Funktionen, sie speichert den Urin und entleert sich dann.

Unsere Miktion bzw. unser „Urin lassen“ läuft folgendermaßen ab:

  1. Zuerst füllt sich die Blase und speichert den Urin
  2. Nach einem gewissen Füllstand, folgt auf dem WC die Eröffnungsphase, das heißt, hier kontrahiert sich die Blase und der innere Harnröhrenschließmuskel entspannt
  3. Dann kommt die Entleerung und der Urin wird ausgeschieden werden
  4. Nach der Entleerung, sobald die Blase leer ist, verschließt sich der innere Harnröhrenschließmuskel und die Blase entspannt sich wieder.

→ danach fängt der Kreislauf wieder von vorne an.

Und wie bzw. wodurch wird unsere Miktion und den Drang auf Toilette zu gehen gesteuert?

Die Harnblase besteht aus glatter Muskulatur, aus einen der ersten Beiträge „Körpersysteme“, wissen wir, dass die glatte Muskulatur nicht willkürlich ansteuerbar ist, wir können sie nicht bewusst an- oder entspannen. Gesteuert wird sie über das autonome & vegetative Nervensystem (Sympathikus/ Parasympathikus), auf die wir wie gesagt selbst keinen Einfluss haben. Worauf wir aber letztendlich bei dem Wasserlassen Einfluss nehmen können, ist unser äußerer Harnröhrenschließmuskel. Der äußere Harnröhrenschließmuskel besteht aus quergestreifter Muskulatur, die von dem Zentralennervensystem gesteuert wird und somit von uns selbst gesteuert werden kann. Somit können wir den äußeren Harnröhrenschließmuskel bewusst an- & entspannen.

Ist die Blase gering gefüllt, ist die Blasenwand sehr dick, steigt die Menge an Urin in der Blase, dehnt sie sich aus. Bis zu 10 % an Restharn, also übriggebliebener Urin, in der Blase ist normal.